Zum Abschied gab es von den Geschäftsführungen aller Einrichtungen der Clemensschwestern ein Elektrofahrrad geschenkt.

Joachim Schmitz verlässt nach 23 Jahren die Clemensschwestern

[05.12.2011]

Wie verabschiedet man sich gebührend von einem Mitarbeiter, der fast 23 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen dem Unternehmen treu geblieben ist, vieles geprägt und in die Wege geleitet hat, mit Auswirkungen, die bis heute andauern, und der immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand für jeden hatte? Man geht dahin zurück, wo vor 23 Jahren alles begann, und feiert seinen Abschied im Kreise all derer, die ihn über die ganzen Jahre begleitet haben: Am Mittwoch, 30. November, fand daher im Mutterhaus der Clemensschwestern die Verabschiedung des Geschäftsführers der Misericordia GmbH, Joachim Schmitz, statt.

Der 61-jährige Schmitz geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Frühruhestand: „Ich habe hier so viel erlebt, so viele Menschen kennen gelernt und so viele Entscheidungen mit getroffen, das wird mir fehlen“, sagt er. Aber: „Ich freue mich auch auf die freie Zeit, Zeit für mich, meine Familie und meine Hobbys.“

 1989 zu den Clemensschwestern gekommen

Schmitz, der 1976 in Münster sein BWL-Studium abschloss, fand nach zwei Jahren in der freien Wirtschaft schnell in den Gesundheits-, Krankenhaus- und Wohlfahrtssektor. 1978 zuerst am Uniklinikum Münster, wo er unter anderem die Materialwirtschaft einführte und viele weitere Projekte im Rahmen der Neubaukonzeption betreute. 11 Jahre später, nämlich 1989, entschied er sich dann für den Schritt, der sein berufliches Leben entscheidend prägte: Er wechselte zu den Clemensschwestern. Zunächst wurde er als Controller und Vertreter des Geschäftsführers der Misericordia GmbH eingestellt. In dieser Funktion war er hauptsächlich für die wirtschaftliche Steuerung und Koordination der Krankenhäuser zuständig. Außerdem wurden ihm viele Projekte übertragen, unter anderem der Verkauf des St. Marien-Hospitals Orsoy.

 Übernahme der Ordens- und Stiftungsgeschäfte

Doch dabei blieb es nicht: Man übertrug ihm die Ordensgeschäfte der Schwestern und er übernahm die begleitende Führung der Geschäfte der Stolbergschen Familienstiftung. Er stieg vom Stellvertreter zum Geschäftsführer der Misericordia GmbH auf. Schmitz übernahm in dieser Funktion schwerpunktmäßig den Finanz- und IT-Bereich und führte das Qualitätsmanagement ein, das auch ein Hauptschwerpunkt seiner Arbeit in den letzten Jahren war. Er kümmerte sich zudem weiterhin um alle Ordens- und Stiftungsangelegenheiten.

 Elektrofahrrad für den Ruhestand

Seine feierliche Verabschiedung wurde nun mit einem Gottesdienst und anschließendem Festakt im Mutterhaus der Clemensschwestern begangen. Die Generaloberin, Schwester Charlotte Schulze Bertelsbeck, und der neue Geschäftsführer der Misericordia GmbH, Gilbert Aldejohann, ließen das Leben von Joachim Schmitz Revue passieren und dankten ihm für seine vielen Ideen und seinen unermüdlichen Einsatz. Für die Zeit als Ruheständler wünschten sie ihm alles erdenklich Gute. Und die Zeit wird ihm bestimmt nicht langweilig. Zunächst wird er noch zwei Jahre im Zweckverband der freigemeinnützigen Krankenhäuser Münsterland und Ostwestfalen tätig sein. Außerdem ist er im Kirchenvorstand und als DRK-Vorsitzender weiterhin aktiv. Nicht zu vergessen seine Hobbys: Familie, Tennisspielen, Segeln und Fahrradfahren stehen ganz oben auf der Liste. Und sicherlich wird er in seiner Heimat Altenberge auch in Zukunft einige neue Herausforderungen finden.